Von der Grundschule in die weiterführenden Schulen

In der 4. Klasse fällt meist die Entscheidung: Welchen Weg schlägt unser Kind ein?

Diese Entscheidung ist nicht leicht. Eltern wollen für ihre Kinder natürlich und völlig zu Recht das Beste - den individuell besten Weg zu finden: Dabei möchten wir Ihnen helfen und beratend zur Seite stehen.

 

 

Welche Möglichkeiten gibt es eigentlich und welche Voraussetzungen muss mein Kind mitbringen?

Im Zuge der neugestalteten kind- und begabungsgerechten Übertrittsphase an Bayerns Schulen sollen Ihnen in erster Linie fundierte Informationen helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ab der dritten Jahrgangsstufe empfiehlt sich eine Perspektivplanung. Hilfreich dabei ist der interaktive Planer des Bildungsministeriums: Mein Bildungsweg

Die aktuellen Regelungen zum Übertritt auf Gymnasium und Realschule entnehmen Sie bitte dem aktuellen E-Paper der beste Bildungsweg des Bildungsministeriums.

Die fünfte Jahrgangsstufe ist als „Gelenkklasse“ angelegt, die durch ihre Förder- und Unterstützungsangebote den flexiblen Übergang zwischen den Jahrgangsstufen und Schularten möglich machen soll.

In der 4. Jahrgangsstufe erhalten die Schüler am letzten Unterrichtstag der zweiten vollen Unterrichtswoche des Monats Januar statt eines Zwischenzeugnisses einen Zwischenbericht über die Leistungen in allen Fächern. Anfang Mai erhalten dann alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 4 ein Übertrittszeugnis.

 

In die Realschule: Die Schüler sind bei der Realschule anzumelden, in die sie aufgenommen werden sollen, im Mai 2018. Schnitt 2,66

Es sollte in jedem Fall eine Voranmeldung erfolgen.

 

In das Gymnasium: Anmeldungen für die Aufnahme in die Jahrgangsstufe 5 werden von den Gymnasien im Mai 2018 entgegengenommen. Schnitt 2,33

Es sollte in jedem Fall eine Voranmeldung erfolgen.

 

In der Regelklasse bis zum erfolgreichen Mittelschulabschluss

Der Mittelschulabschluss ist erreicht, wenn in allen Fächern wenigstens ausreichende Leistungen vorliegen. Notenausgleich ist zulässig. Ein Mittelschüler erhält ein Abschlusszeugnis, wenn er die Mittelschule mit Erfolg besucht hat.
Die Gesamtdurchschnittsnote aus allen Vorrückungsfächern muss mindestens 4,00 betragen und in höchstens drei Fächern eine schlechtere Note als die Note 4 enthalten; die Note 6 zählt dabei wie zweimal die Note 5.
Vorrückungsfächer sind alle Pflichtfächer und Wahlpflichtfächer mit Ausnahme des Faches Sport.
Als Pflichtfächer zählen: Religion/Ethik, Deutsch, Mathematik, Englisch, AWT, PCB, GSE
Wahlpflichtfächer sind: Musik, Kunst, Wirtschaft, Technik, Soziales.

Externe Teilnehmer  mit Chance auf erfolgreichen Mittelschulabschluss:

Der erfolgreiche Mittelschulabschluss kann nachträglich durch eine Leistungsfeststellung (nicht Quali!) erworben werden. Die Leistungsfeststellung erfolgt in:

Deutsch

Mathematik

und zwei weitere

Fächer zur Wahl:

Physik / Chemie / Biologie;

Geschichte / Sozialkunde / Erdkunde;

Arbeit-Wirtschaft-Technik;

 Englisch / bzw. Muttersprache bei nichtdeutscher Muttersprache / bzw. Deutsch als Zweitsprache, wenn weniger als 6 Jahre eine deutsche Schule besucht wurde.

schriftlich, jeweils 45 Minuten  

 

Es können schriftliche und/oder mündliche Leistungsnachweise verlangt werden.

Dauer: 2 x 2 Stunden = 4 Stunden (§ 53, Abs. 3 VSO)
Der erfolgreiche Mittelschulabschluss ist erworben, wenn die Durchschnittsnote aus allen vier Fächern der Leistungsfeststellung mindestens 4,00 beträgt und höchstens in einem Fach eine schlechtere Note als die Note 4 erreicht wurde. Hierüber wird ein Zeugnis ausgestellt.

In der Regelklasse bis zum qualifizierenden Mittelschulabschluss

Der Qualifizierende Mittelschulabschluss ist eine besondere Leistungsfeststellung, der man sich freiwillig als zusätzliche Prüfung unterziehen kann. Der 'Quali' gilt als Nachweis überdurchschnittlicher Leistungen.

Der Quali umfasst für alle Teilnehmer sechs Prüfungsfächer. Die Projektprüfung ist für alle Teilnehmer verpflichtend und umfasst schriftliche, mündliche und praktische Lerninhalte des Faches AWT und des BOZ-Faches Technik, Wirtschaft oder Soziales. Das Fach Englisch besteht als Wahlmöglichkeit neben den Fächergruppen GSE und PCB.
Der Quali ist bestanden mit einer Gesamtbewertung von 3,0 oder besser.

Von der Regelklasse in die M-Klasse

Zugangsvoraussetzungen für den M-Zug:

  • in die M7 > Notendurchschnitt im Zeugnis der 6. Klasse von 2,66 oder besser (in Deutsch, Mathematik, Englisch)
  • in die M8 oder M9 > Notendurchschnitt im Zeugnis der 7. bzw. 8. Klasse von 2,33 oder besser (in Deutsch, Mathematik, Englisch)
  • in die M10 > Notendurchschnitt im Zeugnis der 9. Klasse von 2,33 oder besser (in Deutsch, Mathematik, Englisch)
  • in die M9V1 > Notendurchschnitt im Quali von 2,5 oder besser

Für Schüler aus der Regelklasse der Mittelschule, die zum Schuljahr 2017/18 in die M-Klasse der Mittelschule eintreten wollen, ist der Anmeldetermin am 17.02.2017, am 28. + 31.07.2017

Alle diese Schnitte müssen im Zwischen- oder Jahreszeugnis des aktuellen Schuljahres in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch erreicht werden!

Schüler, die trotz fehlendem Schnitt in die M-Klassen möchten, müssen sich an der aufneh­menden M-Schule für die Aufnahmeprüfung in den Sommerferien einschreiben.

Von der Regelklasse in die Praxisklasse (PK)

Zielgruppe

Die Praxisklasse richtet sich an Mittelschüler ab der achten Jahrgangsstufe und darunter mit spezifischen Lern- und Leistungsrückständen,

  • die vor dem letzten Jahr ihres neunjährigen Schulbesuchs stehen (in Ausnahmen 10. SBJ).
  • die keine Aussicht haben, in der Regelklasse einen erfolgreichen Abschluss an Mittelschulen zu erreichen.
  • die durch eine spezifische Förderung mit hohen berufsorientierten Praxisanteilen zu einer positiven Lern- und Arbeitshaltung geführt werden können.

Weitere Informationen siehe > Praxisklasse

Von der Regelklasse oder Praxisklasse in das Straubinger Modell (BK)

Wer kann am Straubinger Modell teilnehmen?
Jugendliche ohne erfolgreichen oder qualifizierenden Abschluss der Mittelschule und, als Folge dessen, ohne Ausbildungsplatz werden in besonderen Klassen, einer Klasse des Berufsvorbereitungsjahres der Berufsschule und einer Berufsorientierungsklasse der Mittelschule, unterrichtet.
Welches Ziel hat das Straubinger Modell?
Ziel ist es, den Schülern eine zweite Chance zum erfolgreichen oder qualifizierenden Abschluss der Mittelschule zu ermöglichen und sie durch entsprechende Unterstützung und die Verbesserung ihrer eigenen Ausbildungsreife in ein Ausbildungsverhältnis zu bringen.

 

Weitere Informationen unter 'Straubinger Modell'